
31.03.12, Berlin, Zentrale des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall
Voßstr., um 17 Uhr fährt ein Pritschenwagen mit Musikboxen vor und ca. 120 Schwarzgekleidete Menschen kommen hinzu. Die Straße wird abgesperrt, Zelte werden aufgebaut, die Zentrale des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall wird mit Aufklebern „Wir wollen bleiben“ beklebt. Die Lautsprecher fangen an technobeats wiederzugeben und ein Rapper fängt an zu singen. Was ist da passiert? 
Die IG Metall Jugend machte mit dieser Aktion deutlich, dass sie ihre Forderung nach unbefristeter Übernahme ernst meint. Ca. 100 Zelte baute die IG Metall Jugend auf und hielt Pappschilder hoch, wo sie Ihre Forderung nach unbefristeter Übernahme nach der Ausbildung erklärte und bekräftigte. Die Straßenabsperrung geschah mit einem Banner „Übernahme Jetzt“. 
Die Jugend sah das als Probeaktion, wenn die Tarifforderung nach Übernahme nicht akzeptiert wird, will die IG Metall solche Aktionen vor den Betrieben durchführen, die ihre Auszubildenden nicht übernehmen wollen. So soll ein Druck auf den Arbeitgeberverband und ihre Mitglieder erzeugt werden. Eric Leiderer, Bundesjugendsekretär der IG Metall: „Wir erleben gerade einen Tarifkonflikt weil die Arbeitgeber jungen Menschen eine sichere Zukunft verweigern. 150.000 Mitglieder in betrieblicher Ausbildung verlangen eine Perspektive nach bestandener Ausbildung. Dahinter steht die ganze IG Metall. Wir sind uns sicher: Die Übernahme wird kommen“. 
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Die Polizei störte die Gewerkschaftsaktion nicht. Lediglich ein Corsa der Berliner Polizei fuhr vor und beobachtete die Aktion. Die Jugend rappte in dieser Zeit und brachte ihre Forderungen im Sprechgesang eindrucksvoll vor. Kampfbereit sind sie. Das wurde nicht durch die schwarze Kleidung , basecap deutlich, sondern auch durch die Entschlossenheit, die die Teilnehmenden an den Tag legten, verdeutlicht.
Text und Bilder: Jürgen Jänen

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