
17.06.2012, Berlin, Straußberger Platz
Am 17. Juni 1953 kam es zum Arbeiteraufstand in der ehemaligen DDR. Arbeiter wehrten sich gegen das stalinistische Regime. Dieser wurde niedergeschlagen. In Westdeutschland wurde der Tag als Deutscher Feiertag eingeführt. Nach der Vereinigung der BRD und der DDR bekam der 3. Oktober dann den Status des „Tages der deutschen Einheit“. Rechtspopulistische und rechtsextremistische Organisationen versuchen seit dem immer wieder, für ihre menschenverachtende Propaganda dieses Datum zu missbrauchen. 
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Dieses Jahr konzentrierten sich die Aktionen von der rechtspopulistischen Organisation „Pro Deutschland“ und der NPD auf Kundgebungen am Straußberger Platz. Den Aufschlag machten die Aktivisten von „Pro Deutschland“ um Lars Seidensticker und co. Mit einem Duzend Aktivisten und ewig gestriger Versuchten sie ihre dumpfen Parolen per Lautsprecher rauszuposaunen. Die 500 GegendemonstrantInnen von der Ini gegen Rechts, Parteien und Einzelpersonen zeigten ihnen mit Schildern und Sprechchören, was sie von dieser Geschichtsglittung hielten.
Im Anschluss liefen dann die NPD um Schmidtke und Vogt mit Lautsprecher wagen auf, um ihre Sicht der Dinge am selben Platz kundzutun. Die NPD brach ihre für 2 Stunden vorgesehene Kundgebung aber bereits nach einer halben Stunde ab, da sie nicht gegen die Lautstärke der Gegendemonstration ankamen. 
Viele AutofahrerInnen folgten dem Aufruf der Gegendemonstration und veranstalteten ein Hupkonzert. Die Polizei hatte die Lage jeder Zeit im Griff, die friedlichen Gegendemonstrierenden ließen sich auch nicht von den Rechtsextremen provozieren. Hier werden nur Bilder der Gegendemonstration gezeigt, den Rechtspopulisten und Nationalisten wird kein Forum geboten. Bei 12 Teilnehmern bei der „Pro Deutschland“ Kundgebung und ca 28 Teilnehmenden bei der NPD wäre dies auch eine Verzerrung der Tatsachen, bei der Gegendemonstration waren über 500 Teilnehmende die sich lautstark gegen nationalistisches Gedankengut geäußert haben.
Text und Bilder: Jürgen Jänen 
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