Stoppt die GEMA Tarifreform 2013


25.06.2012, Berlin, Prenzlauer Berg

FAIRplay, für eine ausgewogene Gema Tarifordnung2013

Viele Hundert tanzwütige, Partybesessene und VeranstalterInnen trafen sich am Montag abend vor der Kulturbrauerei um auf die Folgen der geplanten GEMA Tarifordnung 2013 aufmerksam zu machen. Wenn sich diese Tarifordnung durchsetzen würde, wäre ein Clubsterben die Folge, so die Veranstalter „fairplay“. Es könnten sich nur noch „Gutbetuchte“ den Besuch von Volksfesten, Tanzveranstaltungen oder Konzerten leisten, weil die enorme Erhöhung über einen neuen Eintrittspreis und Verzehrpreise eingespielt werden müsste.



Verschiedene Clubs haben entlang der Schönhauser Allee Trucks auffahren lassen. Der Demonstrationsort war gezielt gewählt, man wollte dem zeitgleich stattfindenden Sommerfest der GEMA zeigen, wie vielfältig der Protest ist. Auch die schwul/lesbische Szene hatte einen Lautsprecherwagen aufgebaut. Das SO 36 und das SCHWUZ stellten ihre Sicht der Dinge da. Das SCHWUZ zahle zur Zeit ca. 10.000 Euro im Jahr an die GEMA, nach der neuen Tarifstruktur 2013 müssten sie dann 90.000 Euro bezahlen, dies sei das Aus für ca. 65 Beschäftigte und viele tausend BesucherInnen alleine dieses Clubs. Viele Szenegrößen unterstützen den Protest. So auch die Dragqueen Nina Queer. In ihrer unnachahmlichen Art forderte sie die Überarbeitung dieser Tarifreform der GEMA.



Die Berliner Parteien sind sich einmal einig, sie streiten auf der Seite der Bürgerinnen und Bürger sowie den Verstaltenden für eine gemäßigte Gema Gebührenstruktur. Halina Wawzyniak (MdB die Linke), stellvertretend:  „Die Struktur der GEMA ist undemokratisch, wenn von mehr als 50.000 Mitgliedern nur 3.000 abstimmen dürfen und sich das auch noch nach dem Geldbeutel richtet, dann steht eine Demokratisierung der GEMA an. Die von der GEMA vorgeschlagene Tariferhöhung ist absurd und gefährdet nicht nur die Clublandschaft Berlins sondern auch Volksfeste und öffentliche Aufführungen, damit ist sie eine Kulturzerstörungsreform.“



Viele Berlinerinnen und Berliner waren gekommen um ihren Unmut zu demonstrieren und für eine faire und gerechte Kulturlandschaft zu demonstrieren. Auf selbstgemalten Plakaten zeigten sie, was sie von den Plänen der GEMA hielten. Wer selber an der mithelfen möchte die GEMA Tarifreform zu stoppen, kann die Internetpetition unterschreiben.

Bild und Text: Jürgen Jänen




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