Hanfparade 2012


11.08.2012, Berlin, Alexanderplatz

Mehrere tausend Hanf-Fans demonstrierten für die Legalisierung von Cannabis. Das diesjährige Motto “Freiheit, Gesundheit, Gerechtigkeit“ verwies unter anderem auf die gesundheitswirkenden Inhaltsstoffe von Cannabis hin. Der Demonstrationszug zog vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor. Dort wurde die Abschlusskundgebung mit 20 RednerInnen und Livemusik abgehalten.



Innovativ machten die Teilnehmenden auf ihr Anliegen aufmerksam. Mit Plakaten mit wie "Schenk mir was von deinem Gras"  oder „Haschisch erlauben – Plutonium verbieten“ zogen sie vom Alexanderplatz bis zum Brandenburger Tor. Im Anschluss an die Demonstration fand eine Kundgebung mit 20 RednerInnen und einigen Livebands statt.



Vor allem VertreterInnen der Piratenpartei, der Grünen und der Linkspartei versuchten, die angereisten Hanfjünger davon zu überzeugen, dass ihre Partei die einzig wahre Legalisierungspartei sei. Die Sprecherin des LAG Drogen bei den Grünen, Silke Kolwitz, mit den Aussagen der Vertreter der Piraten konfrontiert meinte: „Konkurrenz belebt das Geschäft, die Piraten müssen erst einmal ihren Worten Taten folgen lassen. In Bezug auf die Linkspartei nahm sie sich deren Vorsitzenden Klaus Lederer zur Brust: „Klaus Lederer soll erst mal einen Joint rauchen, um zu wissen wovon er spricht.“



Aus dem ganzen Bundesgebiet waren Menschen angereist, um auf der Hanfparade 2012 für die Legalisierung von Hanf zu demonstrieren. So auch Niklas, ein 19 jähriger Abiturient, der gleich vier seiner Freunde mitgebracht hatte. Niklas war zum zweiten Mal auf der Hanfparade. Für ihn ist es die wichtigste Demo. Er demonstriert vor allem für die Legalisierung von Cannabis, weil das Recht am eigenen Körper die wahre Freiheit bedeute.

S. Geyer, ein Sprecher der Hanfparade verweist vor allem auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Cannabis bei Krebserkrankungen, Blutdruckproblemen oder Schlafstörungen hin. Cannabis sei eben ein Rohstoff für die Medizin und nebenbei auch ein Genussmittel.

Text und Bilder: Jürgen Jänen




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